Eine grüne Botschaft vom Green STRING Corridor-Projekt
03-10-2014Infrastructure
Auf der Konferenz des Green STRING Corridor-Projektes wurde der Projektabschluss mit der Übergabe von Fakten und Empfehlungen an das STRING-Netzwerk gewürdigt. Bei der Übergabe wurde die gemeinsame Vision für ein bequemes, schnelles und umweltfreundliches Reisen und für einen umweltfreundlichen Gütertransport zum Nutzen der Bürger und der Wirtschaft der Region hervorgehoben. Die Konferenz fand anlässlich der Fehmarnbelt Days 2014 in Kopenhagen statt.

Der Regionsratsvorsitzende der Region Sjælland, Jens Stenbæk, begrüßte die voll belegte Abschlusskonferenz des  Grünen STRING Corridor-Projektes durch Würdigung der zukünftigen Chancen, die die feste Fehmarnquerung bieten werde. In Kurzform:  Skandinavien und Europa kämen sich einfach näher.

- Dies eröffnet neue Perspektiven für künftiges Wachstum und Beschäftigung in der STRING-Region. Und es gibt uns eine Möglichkeit, neue und nachhaltigere Verkehrsarten zu entwickeln. Somit wird die Erfüllung der EU-Klimaziele durch die Verminderung der Kohlenstoff-Emission mit 60 pct. im Transportsektor im Jahre 2050 unterstützt, sagte Stenbæk.

Eine positive Entwicklung des neuen Transportkorridors würde die internationale Wettbewerbsfähigkeit der STRING-Region und ihre Rolle als Treibkrafty für intelligentes und nachhaltiges Wachstum in Schweden, Dänemark und Deutschland ausbauen, so Stenbæk.


Drei Grundvoraussetzungen

Jens Stenbæk wies jedoch darauf hin, dass drei grundlegende Voraussetzungen erfüllt werden sein müssten, wenn eine nachhaltige Entwicklung erreicht werden soll:

* Die Entwicklung einer gemeinsamen Strategie für nahtlose und grenzüberschreitende Bahnverbindungen zwischen Schweden, Dänemark und Deutschland. Wir brauchen ein Eisenbahnnetz, das sowohl  schnelle Intercity- als auch interregionale Zugverbindungen verknüpft. Die kürzeste Reisezeit zwischen Öresund und Hamburg sollte 2,5 Stunden nicht überschreiten.

* Die Entwicklung eines grünen Verkehrskorridors auf der Grundlage von effizienten und innovativen Transportlösungen auf Straße und Schiene. Wir brauchen grünere Lösungen für den Straßenverkehr im Sinne einer fossilfreien Versorgungsinfrastruktur für Pkws und Lkws auf der Basis von Gas und Strom.

* Zuletzt muss ein Schwerpunkt auf die Entwicklung von intelligenten und umweltfreundlichen Verkehrslösungen durch die regionalen Cluster in der Logistikbranche gesetzt werden. Die Logistikbranche ist hier von entscheidender Bedeutung, weil sie davon lebt, Zeit und Geld für seine Kunden zu sparen. Die Logistikunternehmen sind somit ein wichtiges Bindeglied, wenn es darum geht, den vollen Nutzen aus neuen Investitionen in die Infrastruktur zur Verbesserung des Gütertransportes zu ziehen.

Das Green STRING Corridor-Projekt sieht deshalb zwei wichtige Herausforderungen:

* Die drei nationalen Verkehrsbehörden konzentrieren sich jeweils auf ihre eigenen nationalen Verkehrssysteme und zu wenig auf den grenzüberschreitenden Verkehr. Das unterfordert das Potential des Korridors. Wir müssen deshalb so schnell wie möglich gemeinsam handeln.

* Die feste Fehmarnquerung wird die Transportmöglichkeiten deutlich verbessern, welches wiederum das Verkehrsvolumen steigern wird. Hier ist die Herausforderung sicherzustellen, dass das Anwachsen des Verkehrs auf so umweltfreundliche Weise wie möglich stattfindet.

STRING hebt Wichtigkeit von gemeinsamer Planung hervor

Die STRING-Kooperation hat sich für die Lösung der drängenden Probleme bei der  grenzüberschreitenden Koordination des Bahnbetriebs  im Zuge der kommenden festen Fehmarnquerung stark gemacht. Sie hatte schon am Tage zuvor ihre  "Kopenhagener Erklärung" der Öffentlichkeit präsentiert. In dieser wird hier unter anderem gefordert, dass die nationalen Behörden und Bahnbetreiber in Schweden, Dänemark und Deutschland schon jetzt mit der Planung eines zukunftsgerechten, gemeinsamen Bahnbetriebs mit entsprechenden Dienstleistungsangebot beginnen.

Grüne Botschaft mit Empfehlungen

Am Ende der Konferenz überreichte der Regionsratsvorsitzende Jens Stenbæk im Namen der Partner des Green STRING Corridor-Projekts eine symbolische, grüne Botschaft. Diese enthielt Empfehlungen für erforderlichen Initiativen, die nötig seien, um einen umweltfreundlichen und effizienten STRING Transportkorridor zwischen dem Öresund und Hamburg zu entwickeln.

Stenbæk überreichte die Botschaft in der Hoffnung, dass die STRING Kooperation bei der weiteren Entwicklung des Korridors die konkreten Ergebnisse und Empfehlungen des Projektes einfliessen lässt..

Der neue STRING-Vorsitzende und Mitglied der Kopenhagener Bürgerschaft, Henrik Appel, nahm die grüne Botschaft entgegen und fügte hinzu:

- Ich glaube, dass Zusammenarbeit ein wichtiger Schritt ist, um sicherzustellen, dass der STRING-Korridor zu einer grünen dynamischen Wachstumsregion wird: Eine Region mit guter Konnektivität und hoher Erreichbarkeit unserer lebenswerten Städte, für das Wohl unserer Bürger, der Unternehmen und Investoren, so Henrik Appel.