”Eco-Friendly Highway” – der nachhaltigste grenzüberschreitende Transportkorridor der Welt
29-09-2014Green Growth
Die Schaffung von Europas ersten grenzüberschreitenden Transportkorridor, in dem man von A zu B ausschließlich mittels alternativer Treibstoffe kommen kann: Das ist nicht nur Zukunftsmusik, sondern bald Wirklichkeit – Dank dem Projekt ”Eco-Friendly Highway”, das jetzt auf den Fehmarnbelt Days 2014 in Kopenhagen präsentiert wurde.

Picture: Better Place

STRING har zum Ziel, eine Treibkraft zur Entstehung eines nordeuropäischen grünen Wachstumskorridor zu sein. Und die Idee zu einem "Eco-Friendly Highway"-Projekt, das jetzt auf den Fehmarnbelt Days 2014 in Kopenhagen präsentiert wurde, ist ein Schritt in diese Richtung.

Das Projekt soll den ersten europäischen Transportkorridor schaffen, der in seiner Form den Anforderungen der EU-Richtlininie über Infrastruktur und alternative Treibstoffe entspricht.

Alternative Treibstoffe - überall

Wird das Projekt Realität, bedeutet das, daß Bürger von Skåne in Schweden über Kopenhagen und Sjælland in Dänemark bis nach Schleswig-Holstein und Hamburg durchgehend mit von alternativen Treibstoffen angetriebenen Fahrzeugen reisen können.

Weil es nicht genügend Ladestationen gibt, ist man bislang gezwungen, das Elektroauto zu Hause stehen zu lassen, wenn man über größere Strecken im Korridor reisen will. Daneben gelten heute noch unterschiedliche Standards für das Laden bzw. Auftanken von alternativen Treibstoffen in den STRING-Partnerländern Deutschland, Dänemark und Schweden. Das soll sich nun ändern, wenn das "Eco-Friendly Highway"-Projekt Einfluß auf die Entwicklung des Transportkorridors nehmen wird.


Es sind somit nicht nur elektrisch angetriebene Fahrzeuge, die im Korridor fahren sollen. Das Projekt setzt auch auf andere alternative Treibstoffe, damit Bürgern mit unterschiedlich nicht-fossil betriebenen Fahrzeugen ungehindert und flexibel Zugang zu einem dichten Netz von Lade- und Tankstellen bekommen. Somit ist die Versorgung mit Schnelladesystemen für Elektrofahrzeuge nur ein Aspekt des Projektes, welches sich darüber hinaus auch mit der Versorgung mit Tankstellen für komprimiertes Methan-Flüssiggas und synthetischen Bio-Treibstoffen beschäftigt.

Das Projekt soll daher alternative Treibstoffe im Korridor vorstellen und testen, wobei als Endergebnis die physische Versorgung des Korridors mit Schnellladestationen für elektrisch angetriebene Fahrzeuge an erster Stelle steht.

Es geht um Partnerschaften

Das "Eco-Friendly Highway"-Projekt baut auf Partnerschaften. Obwohl der Hauptzweck des Projektes die Versorgung der Region mit einem dichten Netz von "grünen" Lade- und Tankstellen ist, so ist es für die Umsetzung der Projektidee von wesentlicher Bedeutung, daß dabei wirtschaftliche Vorteile für die Unternehmen zu verzeichnen sind. Daher wollen die STRING-Partner  private und öffentliche Unternehmen, Forschungsinstitutionen und andre Akteure wie z.B. , wie z.B. Regionen in Dänemark, Schweden und Norwegen mit Interesse an grüner Umstellung und am alternativen Energiesektor auffordern, an diesem Projekt mitzuwirken. Eine Teilnahme von privaten Akteuren reicht von Erstellungen von Untersuchungen und Analysen bis zu eigentlichen Investitionen in die Infrastruktur.

Der weitere Weg

Die Idee zu diesem Projekt wurde jetzt auf den Fehmarnbelt Days 2014 in Kopenhagen vorgestellt. Die Fehmarnbelt Days sind ein Veranstaltungsforum für Politik, Wirtschaft, Forschung und Bürger, auf der die Entwicklung der zukünftigen Fehmarnbelt-Region und Kooperationen auf verschiedenen Gebieten diskutiert wurde. Sie finden alle zwei Jahre statt.  

"Das "Eco-Friendly Highway"-Projekt ist in der Planungsphase, und eine Projektbewerbung im Rahmen einer kombinierten öffentlichen, privaten und EU-Finanzierung soll erwartungsgemäß dem Connecting Europe Facility-Programm im Februar 2015 vorgelegt werden.