Dänisches Parlament verabschiedet Fehmarn-Baugesetz mit überwältigender Mehrheit
28-04-2015Infrastructure
92 Ja- und 8 Nein-Stimmen. Das war das Ergebnis der dritten Lesung und Verbschiedung des Gesetzes zum Bau und Betrieb der festen Verbindung unter dem Fehmarn Belt. Ein erfreulicher und entscheidender Schritt nach vorn, so der Kommentar vom Vorsitzenden der STRING-Kooperation, Henrik Appel. Ein historischer Tag, freute sich der dänische Transportminister. Und so ”ganz nebenbei” war Kanzlerin Angela Merkel auf Staatsbesuch in der dänischen Hauptstadt.

Für STRING ist der 28. April 2015 ein erfreulicher Tag: Das dänische Parlament, Folketinget, verabschiedet  mit überwältigender Mehrheit das Gesetz zum Bau und Betrieb der festen Verbindung unter dem Fehmarn Belt.

Zeitgleich war Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Besuch bei Königin und Ministerpräsidentin Helle Thorning in der dänischen Hauptstadt. Auch die feste Fehmarnverbindung und die deutsche Hinterlandanbindung waren Sondierungsthemen der beiden Regierungschefs.

Denn das Jahrhundertprojekt wird Skandinavien weiter zusammenrücken lassen. Und 2024, wenn die deutsche Schienenanbindung den bisherigen Plänen entsprechend  fertiggestellt sein soll, wird sich die Reisezeit von Hamburg nach Kopenhagen mit dem Zug auf etwa 2,5 Stunden verkürzen.

Der dänische Transportminister Magnus Heunicke  nannte die Gesetzesverabschiedung historisch. Dänemark würde sich in die Geschichtsbücher als starke Brücken- und Tunnelbauernation einschreiben.

Mit der Verabschiedung des Baugesetzes ist man einen entscheidenden Schritt zum Bau der festen Verbindung  weiter gekommen, so auch der STRING-Vorsitzende Henrik Appel:

Entscheidender Schritt vorwärts

- Mit dem Baugesetz kommen wir einen entscheidenden Schritt weiter, wenn es darum geht, die grossen Wirtschafts- und Wachstumspotenziale zu realisieren, die sich im Zuge der Etablierung der Fehmarnverbindung weiterentwickeln und die in der gesamten STRING-Region zwischen Hamburg und Kopenhagen/Öresund/Süd-Schweden schon heute existieren. Wir wollen neue Jobs, nachhaltiges Wirtschaftswachstum und mehr Wohlfart im STRING-Korridor schaffen. Wir müssen jetzt verstärkt die Möglichkeiten nutzen, die die kommende feste Verbindung sowohl in Deutschland, Dänemark, als auch in Schweden schaffen kann, sagte Henrik Appel in einem Kommentar. 

Die Verabschiedung des Baugesetzes ist zugleich die Umweltgenehmigung für das Projekt. Mit dem Bau kann allerdings erst nach Abschluss der deutschen Genehmigungverfahren, begonnen werden. Das Verfahren obliegt dem Land Schleswig-Holstein und  steht noch aus.

Daneben müssen erst die Ergebnisse der Kostennachverhandlungen zwischen Femernn A/S und den Baukonsortien positiv abgeschlossen sein.

Diese werden im Herbst dieses Jahres erwartet.