Pressemitteilung: Starke EU Unterstützung für die Feste Fehmarnbeltquerung
09-07-2015Infrastructure

Sorø/ Kopenhagen, 10. July 2015

Heute hat die EU Kommission beschlossen die Feste Fehmarnbeltquerung mit vorerst 589 Mio. Euro von 2016 bis 2019 zu unterstützen. Die Finanzierung kommt aus dem "Connecting Europe Facility" Programm der EU und die Feste Fehmarnbeltquerung ist unter den ersten fünf der 276 Projekte, die eine Förderung erhalten werden.

Der Wettbewerb war hoch: 735 Projekte beantragten in Summe 36 Mrd. Euro - mehr als den Dreifachen Betrag, der derzeit im "Connecting Europe Facilities" Programm (CEF) der EU zur Verfügung steht.

Mit der heutigen Zusage der CEF Kommission und der Bindung von 589 Mio. Euro an das Projekt wurde eine Zusage für die Jahre von 2016 - 2019 in der maximalen Höhe von 40% der Gesamtkosten für den Zugtunnel erteilt.

"Die finanzielle Unterstützung durch die EU ist ein sehr starkes Signal für die Bedeutung der neuen Infrastruktur zwischen Hamburg und Kopenhagen und eine klare Priorisierung der Schiene als umweltfreundlichster Verkehrsträger. Dabei handelt es sich nicht nur um eine lokale oder regionale Verbindung, sondern die Verbindung ist Teil der größeren europäischen Wachstumsagenda", sagt STRING Vorsitzender Henrik Appel.

"Mit der engen Anbindung an den sogenannte "Scandinavian-Mediterranean-Corridor" erschließt sich uns der Zugang zu einem Markt von mehr als 130 Millionen Menschen", führt Appel weiter aus. "Die Verbindung ist von entscheidender Bedeutung für das Wachstum in ganz Skandinavien, da sie uns näher an die zentralen europäischen Märkte heranrücken lässt."

Die starke Unterstützung durch die EU ist der erste wichtige Meilenstein für den endgültigen Startschuss für das Fehmarnbelt-Projekt in diesem Herbst. Die politischen Parteien hinter dem Projekt haben bereits früher im dänischen Parlament erklärt, dass die finanzielle Unterstützung der EU, nachgebesserte Preiseangebote der Konsortien und eine hinreichende Sicherheit der deutschen Projektgenehmigung die Voraussetzungen dafür sind, dass der Auftraggeber, die staatliche Unternehmung Femern A/S, die Verträge unterzeichnet und es zum Baubeginn des Großprojektes kommt.

Vereinbarte Zeitpläne und den geplanten Fortschritt einzuhalten, ist Voraussetzung für alle Projekte, wie die EU-Kommission beton. Daher sieht die aktuelle CEF Förderperiode eine Zwischenevaluierung vor, die bei Nicht-Einhaltung von vereinbarten Projektfortschritten einen Budget-Entzug bedeuten könnte - freiwerdende Mittel werden dann an die verbleibenden Projekte verteilt. Diesem Risiko - und Chance - unterliegt auch das Fehmarnbelt-Projekt; wenn sich der Bau also weiter verzögert, kann ein Teil der Finanzierungszusage zurückgezogen werden. Wenn jedoch das Projekt nach der Genehmigung durch die deutschen Behörden im Jahr 2016 wie geplant beginnt, besteht eine gute Chance auf zusätzliche Mittel.

Aus heutiger Sicht ergibt sich eine Verlängerung des Fehmarnbelt-Projekts bis 2024, womit der Abschluss der Bauarbeiten bereits in die nächste Periode der CEF Finanzierung fällt. Die dänische Regierung erwartet dabei ein Gesamtfördervolumen von rund 13 Mrd. DKK, etwa 1.75 Mrd. Euro für die Gesamtprojektlaufzeit.

Für weitere Informationen, wenden Sie sich an:

Jacob Vestergaard
Geschäftsführer
STRING
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