Acht tolle Ideen – drei Gewinner
01-07-2015Tourism & Culture
Bis zum 10. Mai hatten junge Filmemacher im Alter von 18 bis 25 Jahren die Gelegenheit, Ideen oder Exposées zu einem Kurzfilm mit einer Geschichte aus der STRING-Region beim STRING Kurzfilm-Wettbewerb einzureichen. Acht Teams und Einzelpersonen haben am Wettbewerb teilgenommen – jetzt stehen die Gewinner fest.

Acht Teams aus der gesamten STRING-Region waren zum Internationalen Kurzfilm Festival vom 10. bis zum 13. Juni in Hamburg geladen. Hier sollte der STRING Kurzfilm-Wettbewerb entschieden werden. Die meisten der jungen Filmemacher waren in Begleitung ihrer Kameraleute oder Produzenten erschienen.

Die acht Teams aus 15 jungen Filmemachern nahmen im Rahmen des Kurzfilmfestivals an einen STRING Talent Workshop teil. Dieser fand im  Hamburger "Kolbenhof", einem ehemaligen Fabrikgelände, statt. Hier gab es Gelegenheit zu Begegnungen mit Filmemachern aus aller Welt, zu Erfahrungsaustauschen und zum Sehen von Kurzfilmen verschiedener Ausrichtung. 

Workshop und Coaching

Aber der Schwerpunkt des Talent Workshops lag bei der Arbeit mit den eigenen Ideen. Dieser Prozess wurde von erfahrenen Coaches aus dem Bereich der Talentförderung unterstützt: Anne Kathrin Lewerenz von der Filmförderung Hamburg/Schleswig-Holstein, Arne Sommer von der Filmwerkstatt Kiel, Prami Larsen von der Kopenhagener Filmwerkstatt und Mette Bihl von der Filmwerkstatt in Odense.

Mit den Coaches an ihrer Seite absolvierten die Filmemacher drei intensive Workshops. Hier gab es Gelegenheit, Ideen weiterzuentwickeln, mit konstruktiver Kritik umzugehen und Ideen mit Hilfe der Beiträge und Vorschläge der Kollegen zu bearbeiten. Einige Teilnehmer entwickelten dabei ganz neue Konzepte.

Die Wettbewerbs-Kandidaten trafen sich auch mit einer Gruppe von professionellen Produzenten, wie zum Beispiel Verena Gräfe-Höft von der Junafilm und Andrea Schütte von der Tamtam Film, um Aspekte der Filmproduktion und Karrieremöglichkeiten in der Filmbranche zu diskutieren.

Daneben nahmen die Kandidaten an den sogenannten "Short Film Sessions" auf dem Festival teil, bei denen einheimische und internationale Festival-Gäste Einblicke in ihre Arbeit gaben, und gute Ratschläge gaben.

Gewinnerideen zum Weitermachen

Am Ende hatten die Coaches - nunmehr in der Rolle der Jury - zu entscheiden, an welche drei der acht Teams die Preisprämie von jeweils 2.000 EUR gehen sollte. Sie entschieden sich für die Filmvorlagen  "Der Junge und das Meer", "Café Lehmitz" und "Die Schwentiner Armada".

Die Jury hielt jedoch auch die anderen erarbeiteten Ideen für weiterentwicklungswürdig und bot den anderen Teams an, bei der Erarbeitung ihrer Filme in den Filmwerkstätten oder Filmförderungsanstalten auch weiterhin beratend zur Seite zu stehen.

Für die Siegerteams werden noch einige Hindernisse in der Produktionsphase zu überwinden sein - auch wenn es "nur" um Kurzfilme geht. Allerdings sollen die Filme bis zum Herbst in diesem Jahr realisiert werden, um dann auf den Nordischen Filmtagen in Lübeck Anfang November 2015 gezeigt zu werden.

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Bilder vom Hamburger Kurzfilmfestival HIER

Video vom Wettbewerb HIER

Die Sieger - und die Vorlagen:

Gewinner:  "Der Junge und das Meer"von Ida Åkerström Knudsen (Kopenhagen) und Friedrich Tiedtke (Kopenhagen / Flensburg)

Der deutsch / dänische Kurzfilm erzählt von der ersten unsicheren Sehnsucht nach Unabhängigkeit. Ein 12-jähriger Junge hat sein erstes sexuelles Erwachen an Bord ein Segelbootes.

Gewinner: "Cafe Lehmitz"von Deniz Gül (Århus) und Hannes Lieschke (Hamburg)

Im Jahr 1962 reist der 18-jährige Anders Petersen nach Hamburg. Der junge schwedische Fotograf geht hier durch die Straßen von Hamburg - und trifft zufällig auf das Café Lehmitz.

Gewinner: "Die Schwentiner Armada" von Marc Schulz (Kiel) und Hauke Wendt (Neumünster)

Ein Dokumentarfilm über das Leben auf dem Wasser.

 "GRAM"von Nicolai Johansen (Odense)

Eine ältere Frau ist zwischen ihrem illegalen Handeln für ein besseres Leben und dem Beschützen ihres Enkels hin und hergerissen.

"Idavallen"  von Frida Kärvegård (Malmö) und Susanna Ochwa-Echel (Lund)

Eine Geschichte über die Angst eines jungen Mädchens nach dem Verlust ihrer Mutter und was sie tun muss, um mit dem Verlust abschliessen zu können - um dadurch ihre Angst akzeptieren zu lernen.

"Bis bald, Opa" von Lennard Eberlein (Hamburg)

Ein kleiner Junge muss sich mit dem Verlust seines geliebten Großvaters auseinandersetzen.

"Die Lieferung"  von Daniel Lopez Nelson (Sandby)

Wie das Fehlen von öffentlichen Verkehrsmitteln und persönliche Wut zu Schulden führen können, die man nicht mehr zurückzahlen kann.

"Ubiety" von Erland Glasø Faltinsen (Odense) und Tomas Frigstad (London)

Als zwei Fremde Mitten in einer belebten Straße Blickkontakt bekommen, erstarren alle Menschen um sie herum.