Unterstützung für Fehmarnquerung auf Wirtschaftsforum in Kopenhagen
05-11-2015Tourism & Culture
Hamburg und Kopenhagen seien auf den Tunnel angewiesen, sagten Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz und sein Kopenhagener Kollege Frank Jensen am 2. November beim Hamburg Copenhagen Business Forum in der dänischen Hauptstadt.

Die Freie und Hansestadt Hamburg sieht sich als eine der Hauptprofiteure der Festen Fehmarnquerung. Und der Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) erkennt in der Kooperation mit dem Wirtschaftsraum Kopenhagen/Malmö große Chancen. Denn mehr als 900 Hamburger Unternehmen haben Geschäftsbeziehungen ins nördliche Königreich, die Hansestadt wiederum ist mit 250 Niederlassungen der wichtigste Standort für dänische Firmen in Deutschland. Und während der nördliche Nachbar vor allem auf den Hafen der Hansestadt angewiesen ist, dient der internationale Airport Kopenhagen als Drehkreuz für Transkontinentalflüge, die ab Hamburg nicht angeboten werden.

"Unsere Städte gehören zu den lebenswerten Orten dieser Welt, weil unsere Vorfahren mit Mut und großen Ideen ihre Entwicklung betrieben haben. Das ist der Geist, in dem wir die Entwicklung vorantreiben wollen", kündigte Scholz am Montag dem 2. November bei dem Hamburg-Kopenhagener Wirtschaftstreffen an.

Sein Amtskollege, der Kopenhagener Oberbürgermeister Frank Jensen, meldete konkrete Vereinbarungen zu noch engerer Kooperation auf den vier zentralen Gebieten nachhaltige Stadtentwicklung, Tourismus, Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen sowie bei der Zusammenarbeit zwischen Bildungs- und Forschungseinrichtungen.

Olympiade ins Spiel gebracht

Hamburg ist Kandidat als Ausrichter der Olympischen Spiele 2024 - im Wettbewerb mit Budapest, Paris, Rom und  Los Angeles. Allerdings will die Hansestadt die Sommer-Olympiade nicht als Soloveranstaltung sehen, sondern diese eher als eine Art "Spiele am Tor zu Skandinavien" sehen, so jedenfalls Olaf Scholz.

Und der Hamburger 1. Bürgermeister kann sich dabei sehr gut eine Zusammenarbeit mit Kopenhagen in Sachen OL vorstellen. Obwohl es aus guten Gründen noch keine konkreten Pläne gibt - denn welche Stadt den Zuschlag für die OL 2024 bekommt, steht erst 2017 fest -  sind sich die Bürgermeister darin einig, dass ein Radrennen auf einer Strecken zwischen den beiden Metropolen ein gutes Zeichen der Zusammenarbeit zwischen Kopenhagen und Hamburg sein könne. 

Am Rande der Veranstaltung wurde der Präsident der Deutsch-Dänischen Handelskammer und Vorstandsvorsitzender des Ramboll Konzerns, Jens-Peter Saul, von Olaf Scholz zum ehrenamtlichen HamburgAmbassador in Dänemark ernannt. HamburgAmbassadors werben für die Hansestadt u.a. bei geschäftlichen und wirtschaftspolitischen Anlässen.