Schwedisch-norwegische Unterstützung für Fehmarnquerung
25-06-2015Infrastructure
Wenn die EU die Höhe der finanziellen Unterstützung für die Feste Fehmarnbeltquerung schlussendlich am 10. Juli 2015 beschließen wird, werden die schwedischen und norwegischen Verkehrsminister geeint mit ihrer uneingeschränkten Unterstützung hinter dem gewaltigen Infrastrukturprojekt stehen. Es sei entscheidend, dass Nordeuropa dichter an den Rest der EU gekoppelt wird, so der gemeinsame Tenor. Dies sei die Grundlage für Wachstum, Wirtschaft, Transport und Integration, heisst es. Die schwedische Ministerin sieht Bedarf an einer starken Priorität der Fehmarnmitfinanzierung seitens der EU.

Kurz bevor die EU Stellung zur Mitfinanzierung von europäischen Infrastrukturprojekten bezieht  - darunter einen der zwei Grössten, der festen Fehmarnquerung neben dem Brenner Basis Tunnel -,  haben sich sowohl der norwegische Verkehrsminister und seine schwedische Kollegin mit ihrer uneingeschränkten Unterstützung für das Fehmarnprojekt zu Worte gemeldet.

Gegenüber STRING sagte der norwegische Verkehrsminister Ketil Solvik-Olsen (Fortschrittspartei):

- Wir stehen der festen Fehmarnquerung sehr positiv gegenüber. Sie wird eine grosse Bedeutung für die norwegische Wirtschaft haben, weil ihr dadurch der Zugang zu den Märkten Europas erleichtert wird.

- Der Bau des Tunnels bedeutet, dass die Transportwege auf Strasse und Schiene zwischen Skandinavien und Deutschland  um 160 km verkürzt werden. Als Folge der eventuellen Etablierung des Tunnels wird der Transport auf sowohl  Strasse und Schiene erwartungsgemäss effektiver, so Solvik-Olsen.

Bedarf an Priorität  

Auch die Position der schwedischen Infrastrukturministerin Anna Johansson (S) ist zu 100 Prozent positiv:

- Eine feste Fehmarnquerung wird die Anbindung Schwedens an das kontinentale Europa stärken. Etwa zwei Drittel des gesamten schwedischen Exportaufkommens gehen in andere EU-Länder. Und Deutschland ist hier ein dominierender Handelspartner, so die Ministerin STRING gegenüber.

- Die schwedische Regierung unterstützt die Umstellung zu nachhaltigeren Transportsystemen. Sie sieht deshalb die Bahnverbindung unter den Fehmarn Belt als einen wichtigen Schritt in Richtung Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Eisenbahn, besonders auf dem Gebiet des Güterverkehrs, betonte die schwedische Ministerin. 

- Die Öresundsregion und Norddeutschland sind wesentliche Wachstumsgebiete. Die feste Fehmarnquerung wird die Bedingungen für Job-Pendler und den Tourismus verbessern.  Ich begrüsse die Möglichkeiten, die eine feste Querung schaffen wird und sehe einen Bedarf dafür, dass die EU diesem Projekt eine starke Priorität einräumt, so Anna Johansson.

 

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