Feste Fehmarnquerung: Sorge um die Umwelt
12-12-2016Cross-border Barriers
Die Mehrheit der Bürger im STRING-Korridor meint, dass die Umwelt durch das Fehmarn-Projekt „bis zu einem gewissen Grad“ oder umfassender beeinflusst wird.

Die Konsequenzen für die Umwelt durch den Bau der Festen Querung sind heute Schwerpunkt in der deutschen Diskussion über das Projekt - in gleichem Masse wie früher in Dänemark vor dem Bau der Grosser Belt Brücke und in Schweden vor dem Bau der Öresund-Querung.

Die Bürger in den drei Ländern sind natürlich besorgt über das Thema Umwelt: Zwischen 33 und 41 % der Bürger denken, dass die Umwelt "zu einem gewissen Grad" durch den Bau der Festen Querung betroffen wird (Fig. 4.a). 22 % der Dänen denken, dass die Umwelt "hoch" oder "sehr hoch" betroffen sein wird. 16 % der Schweden denken ebenso zusammen mit 31 % der Deutschen. Zwischen 15 und 25 % der Befragten in den drei Ländern denken, dass die Umwelt in nur geringem Umfang von den Baumassnahmen betroffen sein wird.

In Deutschland lässt sich kein signifikanter Unterschied im Grad der Sorge um die Umwelt in feststellen, wo 30 % der Bürger in Schleswig-Holstein hoch besorgt sind und in Hamburg 32 %. Hierbei sind fast doppelt so viele Frauen wie Männer hoch oder sehr hoch besorgt, nämlich 40 % gegenüber 21 %. Das gleiche Bild zeigt sich sowohl in Dänemark als auch in Schweden, wo Frauen grössere Sorge um die Umwelt als Männer ausdrücken.

- Es ist einleuchtend, dass in diesem Stadium des Projekts eine grosse Sorge um die Umwelt herrscht. Dieses Bild ergab sich auch zu den beiden grossen Infrastrukturprojekten in Dänemark und Schweden.  Aber die Sorgen haben sich in der Tat in der Bauphase als unbegründet herausgestellt und die gesellschaftlichen Vorzüge der Projekte haben nach der Inbetriebnahme der Projekte überwogen, so der Geschäftsführer der STRING-Kooperation, Jacob Vestergaard.

 

Fig. 4.a:Die Umwelt ist Teil der Diskussion über die Feste Querung über den Fehmarnbelt. In welchem Ausmaß denken Sie, wird die Umwelt (Flora, Fauna rund um die Querung) betroffen sein?

FIG_de

 

Hinweis: YouGov führte die Umfrage im Auftrag von STRING durch. Es wurden 1816 Personen über 18 Jahre nach dem sogenannten CAWI-Modell befragt, davon 806 in Hamburg und Schleswig-Holstein, 505 in Skåne und 505 auf Sjælland. Die Umfrage fand über das Online-Panel von YouGov zwischen dem 3. November und dem 11. November 2016 stattund damitvorder neuerlichen Meldung vom 12. Dezember über eine weitere Verzögerung im Planfeststellungverfahren zur FFQ.