GREAT macht grosse Fortschritte
Das von STRING initiierte EU-Projekt GREAT macht Fortschritte. Im Rahmen des Projekts werden Hamburg, Kopenhagen, Malmö, Oslo und Stockholm durch die Schaffung eines grünen Korridors mit einer alternativer Brennstoff-Infrastruktur miteinander auf nachhaltige Weise vernetzt. Ziel ist es, Barrieren aus dem Weg zu räumen und dadurch die Umstellung auf alternative Kraftstoffe und auf einen fossilfreien Verkehr auf Strassen und Autobahnen zu beschleunigen.

Der Startschuss zum GREAT-Projekt wurde schon im Januar 2016 gegeben. Heute ist die Einrichtung einer Tank- und Ladestellen-Infrastruktur für alternative Treibstoffe in vollem Gange. Geplant sind weitere Informations-Kampagnen, um eine Neuausrichtung des Konsumentenverhaltens alternativen Treibstoffen gegenüber anzuregen. Aktuelle Berichte über kommende politische Maßnahmen und Geschäftsmodelle sind in Arbeit.

Britt Karlsson-Green, GREAT-Projektleiterin, zieht eine erste Bilanz für 2016:

 - Es ist wichtig, den Wandel hin zur Verminderung von CO2 im Verkehrssektor zu beschleunigen, und den Einsatz fossiler Energieträger zu reduzieren - und wir müssenjetzthandeln. GREAT ist ein wirklich positives Beispiel dafür, wie der öffentliche und private Sektor hierbei kooperieren können. 2016 war ein Jahr der Anlaufprozesse, um Erfolge in den kommenden Jahren zu gewährleisten. Aber wir haben auch mehrere Projektmeilensteine erreicht und sind jetzt im richtigen Tempo auf dem richtigen Weg.

Erste Infrastruktur etabliert

GREAT installiert aktuell 70 Schnellladegeräte für E-Autos und drei Tankstellen mit Flüssiggas (C-LNG) für Lkws. GREAT platziert in Schweden 50, in Dänemark 15 und in Norddeutschland 5 Schnellladegeräte, für deren Installation der Energielieferant E.ON verantwortlich zeichnet. Ab Ende November wurden in Malmö, Värnamo und Kållered in Schweden Ladestationen installiert, daneben zwei weitere in Kopenhagen sowie eine in Slagelse in Dänemark.

 - Der Ausbau einer alternativen Treibstoff-Infrastruktur für E-Autos sowie für BioMethan-Gas ist entscheidend für unsere nationalen und internationalen Klimaziele. Bei E.ON haben wir sowohl eine Verantwortung als auch die Chance, durch unsere starke Ausrichtung auf nachhaltigen Verkehr zu einem der führenden Unternehmen im Energie-Wandel zu werden ", so Mattias Vendel, Programmleiter für  die Sparten eMobility und GREAT bei E.ON Sverige AB.

Im vergangenen Jahr hat E.ON sich auf Partnerkooperationen konzentriert, um attraktive Standorte zu sichern. Das Tempo zum Bau der Anlagen werden voraussichtlich im ersten Halbjahr 2017 beschleunigt. Bis Juni 2017 soll der nächste Meilenstein, die Inbetriebnahme der 35. Ladestation, erreicht werden.

Wir brauchen die LkW

Bei den C-LNG-Tankstellen standen im vergangenen Jahr die Sicherung von Standorten und die Erlangung von Baugenehmigungen im Fokus. Die erste Tankstelle soll bis Ende 2017 in Högbytorp außerhalb von Stockholm fertiggestellt sein. Weitere zwei Tankstellen sollen voraussichtlich bis Ende 2018 in Malmö und Munkedal öffnet werden.

Von zentraler Bedeutung für die Entwicklung ist, dass die schwedischen Lkw-Hersteller Volvo und Scania schwere 450+ PS-LKWs auf den Markt bringen werden. Auf dem letzten GREAT-Seminar in Brüssel im November berichtete u.a. Rolf Willkrans vom Volvo Group Hauptquartier, dass Volvo 2018 schwere, durch LNG-Gas angetriebende LKW, vorstellen wird.

In Schweden setzt man seit langem auf einen großen Anteil (50-70%) an BioMethane in CNG-Gastreibstoffen für Fahrzeuge. GREAT unterstützt im Rahmen des Projekts die Verwendung von BioMethane an den LNG-Tankstellen als Musterbeispiel für nachhaltiges BioLNG.

- Wir bieten eine nachhaltige Brennstoffoption für schwere Transportfahrzeuge mit unserem BioLNG-Produkt BiGreen an und investieren somit auch in die dazu nötige Infrastruktur. Die Koordination und Kooperation mit den LKW-Herstellern ist daher zentral für den Business Case ", so der Geschäftsführer der FordonsGas, Bo Ramberg.

Verbraucherverhalten beinflussen

Im Jahr 2016 setzt GREAT auch auf Kommunikation und Verbreitung von Information mit Schwerpunkt auf Veranstaltungen, Online-Präsentationen, PR-Aktivitäten und Public Affairs.  

GREAT organisierte somit Veranstaltungen zur Förderung von alternativen Treibstoffen wie z.B. auf demFolkemødetauf Bornholm in Däemark, denTEN-T Daysin Rotterdam in Holland,Almedalsväckaauf Gotland in Schweden und auf denFehmarnbelt Daysin Hamburg. Im November fand in Brüssel ein hochkarätiges Seminar statt, an dem wichtige Vertreter der GD Move teilnahmen. Zur Eröffnung der ersten Schnellladestation wurde am 31. Mai 2016 eineGrand Openingveranstaltet, die mit Pressemitteilungen aller Partner begleitet wurde.

- Es geht nicht nur darum, eine Infrastruktur zu entwickeln. GREAT arbeitet zugleich hart daran, das Interesse an alternativen Kraftstoffen zu steigern. Die Bürger zur Veränderung der Verhaltensweisen zu bewegen, ist eine zentrale Aufgabe, wobei wir mit einer breiten Palette von Aktivitäten arbeiten. In gewissem Sinne sind wirAlternativebrennstoffautoverkäufer, so Britt Karlsson-Green.

In den kommenden Jahren werden die Kommunikationsaktivitäten im Zeichen der stetig wachsenden Infrastruktur im GREAT-Projekt um weitere Veranstaltungen erweitert, die sich vornehmlich an die breite Öffentlichkeit richten. Es wurde hierbei ein Kommunikationskonzept mit dem Titel "Drive clean!" entwickelt, um alternative Kraftstoffe im Business-to-Consumer-Format zu fördern.

Studien bringen erste Ergebnisse

Das GREAT-Projekt bietet auch Möglichkeiten, einen Einblick in das Geschäft mit alternativen Kraftstoffen zu erhalten. GREAT erstellt Studien zu gangbaren politischen Massnahmen und Geschäftsmodellen und erfragt Meinungen und Verhaltensweisen zu alternativen Kraftstoffen im Korridor. Die ersten Berichte zu Zwischenstudien wurden vor kurzem an die EU übermittelt.

- Was wir derzeit Ende 2016 präsentieren können, ist einState of the Art-Bericht, der den Status der politischen Maßnahmen und Geschäftsmodelle für jedes einzelne Partnerland aufzeigt. Davon ausgehend können wir die Entwicklung bewerten und neue Vorschläge undBest Practicesvorstellen , sagt Mette Hoé, Region Hovedstaden, und im GREAT-Projekt zuständig für Politikmaßnahmen.

Die Technische Universität Dänemarks ist für die Durchführung der GREAT-Umfrage zuständig. Der Fragenkatalog wurde vor kurzem in Dänemark und Schweden sowohl an E-Autobesitzer als auch an Nicht-E-Autobesitzer verteilt.  Der Zweck ist, mehr über das Verhalten und die Einstellung der Befragten im Zusammenhang mit dem Besitz bzw. den Erwerb eines E-Fahrzeugs zu erfahren. Die Umfrage zielt auch darauf ab, die Auswirkungen einer wachsenden Ladeinfrastruktur in der Geographie des GREAT-Projektes aufzuzeigen.

 

Folgen Sie der Entwicklung von GREAT auf unserer Internetpräsentation  www.great-region.org, über @great_region auf Twitter und durch den Newsletter GREAT News, der über unsere Website angefordert werden kann.