Schweden, Dänen und Deutsche: Handel und Tourismus werden von der festen Fehmarn-Querung profitieren
Die wirtschaftlichen Argumente für die Feste Querung scheinen von einer Mehrheit der Bevölkerung in Skåne, Seeland und Norddeutschland akzeptiert zu sein. Aber es gibt einige Unterschiede.

62 % der auf Sjælland lebenden Menschen glauben, dass die dänische Wirtschaft von der Querung profitieren wird; 37 % der Bürger in Skåne glauben, dass die schwedische Wirtschaft von ihr profitieren wird während 48 % der Norddeutschen glauben, dass die deutsche Wirtschaft von der Festen Querung profitieren wird. Allerdings meinen 56 % der Schweden und 53 % der Deutschen, dass die dänische Wirtschaft von der Verbindung profitieren wird.

Handel

Die Feste Querung wird den Handel zwischen Skandinavien und Deutschland verbessern, sagen 64 % der Bürger auf Sjælland, 55 % in Skåne und 54 % in Schleswig-Holstein und Hamburg.

 

Frage: Inwiefern stimmen Sie mit folgender Aussage überein: Die Feste Querung über den Fehmarnbelt wird den Handel zwischen Skandinavien und Deutschland steigern? 

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Tourismus


Wenn es um den Tourismus geht -  der offensichtlich auf Zugänglichkeit und Mobilität angewiesen ist -, wird erneut betont, dass diese Branche in Dänemark und Deutschland in höherem Maße von der Festen Querung profitieren wird.

 

67 % der Dänen glauben, dass die Querung dem Tourismus in Dänemark zugutekommen wird (Abb. a), 54 % der Deutschen glauben, dass dies in Deutschland der Fall werde (Abb. b), während 46 % der Schweden davon ausgehen, dass die Querung  den Tourismus in Schweden positiv beeinflussen wird (Abb. c).

  

Abb. a: Frage:Inwieweit stimmen Sie mit folgender Aussage überein: Die Feste Querung über den Fehmarnbelt wird dem Tourismus in Dänemark zugutekommen? 

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Abb. b:Frage:Inwieweit stimmen Sie mit folgender Aussage überein: Die Feste Querung über den Fehmarnbelt wird dem Tourismus in Deutschland zugutekommen? 

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Abb. c:Frage:Frage:Inwieweit stimmen Sie mit folgender Aussage überein: Die Feste Querung über den Fehmarnbelt wird dem Tourismus in Schweden zugutekommen? 

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Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit - Dänemark an der Spitze

Bei Fragen zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit zeigen sowohl Schweden als auch Deutsche auf Dänemark als den großen Sieger:

 

Wenn es um die Schaffung von Arbeitsplätzen geht, gilt Dänemark erneut als Sieger. Durchschnittlich 47 % der Befragten in den drei Ländern sind der Ansicht, dass die Feste Querung zu mehr Arbeitsplätzen in Dänemark führen wird, verglichen mit 41 %, die der Meinung sind, dass dies in Deutschland der Fall sein wird. 29 % glauben, dass es in Schweden mehr Jobs geben wird.

Bei der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit als Folge der Festen Fehmarnbelt-Querung glauben 45 - 47 % der Befragten in allen drei Ländern, dass sich die dänische Wettbewerbsfähigkeit im Zuge der Querung verbessern wird.

Zwischen 36 und 40 % denken, dass dies für Deutschland gelten wird. Für Schweden rechnen 28 bis 41 % mit einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit, was in Schweden zu einer Skepsis den eigenen wirtschaftlichen Aussichten gegenüber führen dürfte.

 

Hinweis: YouGov führte die Umfrage im Auftrag von STRING durch. Es wurden 1816 Personen über 18 Jahre nach dem sogenannten CAWI-Modell befragt, davon 806 in Hamburg und Schleswig-Holstein, 505 in Skåne und 505 auf Sjælland. Die Umfrage fand über das Online-Panel von YouGov zwischen dem 3. November und dem 11. November 2016 stattund damitvorder neuerlichen Meldung vom 12. Dezember über eine weitere Verzögerung im Planfeststellungverfahren zur FFQ.