Es ist an der Zeit den Startschuss für Fehmarn 2.0 zu geben
17-09-2017Infrastructure
Mit der regionalen politischen STRING-Zusammenarbeit als Auftraggeber veröffentlichte heute das Analyseinstitut Oxford Research eine Studie mit dem Titel ”Staircase to Growth”. Die Studie analysiert, wie ein grosses Infrastrukturprojekt wie die Feste Fehmarnbeltquerung nachhaltiges Wachstum und innovative Investitionen im Korridor zwischen Norddeutschland, Dänemark und dem südlichen Schweden nach sich ziehen kann.

Mit der Etablierung der Festen Fehmarnbeltquerung wird der Grundstein für grosse Vorteile für die Transport- und Logistikbranche, die digitale Wirtschaft, sowie für den Tourismus und den Kulturbetrieb gelegt. Der STRING-Korridor zwischen Norddeutschland, Dänemark und dem südlichen Schweden hat mit seinen Metropolregionen Hamburg und Kopenhagen das Potenzial, ein Wachstumsmotor in Nordeuropa zu werden.

Rechtzeitige Sorgfalt

Aber um die Effekte ausnützen und das Potenzial realisieren zu können, ist schon heute Bedarf an einer Diskussion über einen Fahrplan für die Zukunft der entstehenden Region.

Das ist der Augangspunkt der taufrischen Studie mit dem Titel "Stairway to Growth", welche die deutsch-dänisch-schwedische politische STRING-Zusammenarbeit bei dem international anerkannten Analyseinstitut Oxford Research in Auftrag gegeben hat und die heute veröffentlicht wurde.

Aus der Studie geht hervor, wie grosse Infrastrukturvorhaben dazu beitragen können, nachhaltiges Wachstum zu schaffen und innovative Investitionen zu fördern - aber auch, welche Herausforderungen dabei unterwegs entstehen können.

Drei Plattformen

Die Studie zeigt auf drei Plattform-Ebenen, die entscheidend für die Beseitigung von existierenden Barrieren sind,  und die gleichzeitig zur besseren Nutzung von Potenzialen und Möglichkeiten im Korridor beitragen können:

 

POLITISCHE ZUSAMMENARBEIT:
Eine zentrale Kooperations- und Koordinationsplattform zwischen den Regionen in den drei Ländern , die die übergeordnete Agenda für die Zusammenarbeit festlegt. Hier richtet die Studie ihr Augenmerk auf den Bedarf an einer Stärkung der politischen Kooperations- und Koordinationsstruktur im Korridor, wenn dauerhafte Rahmenbedingungen geschaffen werden sollen. Mehrere Interessenten im Korridor haben auf die Notwendigkeit eines stärkeren Mandates und einer klar definierten Entscheidungskompetenz für eine zentrale Kooperationsplattform (wie die heutige STRING-Zusammenarbeit) aufmerksam gemacht. Daneben gibt es in diesem Zusammenhang einen Bedarf an mehr finanziellen Mitteln, die für spezifische Aufgabegebiete zweckgebunden werden sollen. Der Studie zufolge ist es entscheidend, dass man zukunftsorientiert auf die Etablierung neuer Kooperationen setzt, anstatt weiter Kräfte für Initiativen zur Zusammenarbeit von alteingesessenen Strukturen zu investieren. 

TECHNISCHE ZUSAMMENARBEIT:
Eine Reihe von technischen Taskforce- und Koordinerungsplattformen zwischen den drei Ländern, die sich auf einer operationellen Ebene mit der Koordinierung und der Synchronisierung der infrastrukturellen Entwicklung und ihrer Regulierung beschäftigen.

INNOVATIVE ZUSAMMENARBEIT:
Eine Anzahl von Innovationsplattformen unter den drei Ländern, in Form von Clusterorganisationen, die in der Lage sind, Universitäten und Fachhochschulen, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, Unternehmen, öffentliche Institutionen und die Zivilgesellschaft über die Ländergrenzen hinweg miteinander zu verknüpfen.

Der Vorsitzende der STRING-Zusammenarbeit und Regionsratsmitglied der dänischen Region Sjaelland, Steen Bach Nielsen, unterstreicht die Notwendigkeit zum Handeln schon heute:

" Es ist für die Zukunft entscheidend, dass wir uns als Politiker schon jetzt und heute für die Schaffung der besten gemeinsamen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft, für Forschung und Entwicklung, für den Tourismus und die Kultur einsetzen. Dadurch wird die Etablierung von neuen Kooperationen und Entwicklungsmöglichkeiten für die Wirtschaft und für alle, die unsere Vision von einer integrierten Region zwischen Deutschland, Dänemark und Schweden teilen, erleichtert."

" Wie die Studie zeigt, so winken Vorteile in Milliardenhöhe, wenn die feste Querung fertiggestellt ist. Daher wollen wir den Baubeginn so schnell wie möglich und gerne schon 2018, damit die Feste Fehmarnbeltquerung schon 2026 anstelle erst 2028 in Betrieb genommen werden kann.Eine Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht darf keine aufschiebende Wirkung haben und sollte sich ausschliesslich mit Details und eventuellen Kompensationsmassnahmen befassen,"so der STRING-Vorsitzende.

 

Lesen Sie die Studie bitte hier (nur Englisch)