Folkemødet´17 auf Bornholm: Blick in die Zukunft der Fehmarnbeltregion - und ein wenig weiter
25-06-2017Infrastructure
Das dänische „Demokratie-Festival“ Folkemødet ´17 auf der Insel Bornholm bot mehr Veranstaltungen und konnte mehr Gäste begrüssen, als je zuvor. STRING hatte die Zukunftsforscherin Liselotte Lyngsø gebeten, eine Veranstaltung unter dem Titel "Der Zug fährt ab - Fehmarnbelt 2028" zu moderieren.

Teilnehmer der Diskussionsrunde waren Steen Bach Nielsen, STRING-Vorsitzender, Ilmar Reepalu, Mitglied des Regionalrats der Region Skåne, Pia Kinhult, Strategieberaterin bei der Forschungsanlage ESS - European Spallation Source, sowie Martin Bender, Vorsitzender der Touristikorganisation VisitSydsjælland-Møn.

Das Anliegen der Veranstaltung war, eine Reise in das Jahr 2028 zu unternehmen und von dort auf den Blick auf die Entwicklung seit 2017 zu werfen: Was waren die wichtigsten Folgen der Festen Fehmarnbeltquerung? Welche Hindernisse waren am schwersten zu überwinden?

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Zuerst umriss die Zukunftsforscherin Liselotte Lingsø vom Future Navigator-Institut in Kopenhagen das Szenario für das Jahr 2028: Der Internetzugriff über Wi-Fi wird vom Li-Fi abgelöst - ein umfassendes, optisches drahtloses Internet, ohne Abhängigkeiten von Hotspots. Es gibt führerlose Autos; Konferenzen und Untersuchungen im Krankenhaus werden mit Hilfe vonVirtual Realityund Hologrammen durchgeführt. Nanobotter operieren und behandeln unsere Körper, Gadgets überwachen unsere Gesundheit und helfen uns, nahtlos über Sprachbarrieren hinweg zu kommunizieren, indem wir simultan unsere Gespräche über Ohrhörer übersetzt bekommen.

Forschung 2028
Pia Kinhult betrachtete das Jahr 2028 durch die Brillen einer Forschungseinrichtung: Es eksistieren eine große Anzahl an interessanten, globalen Kooperationen. Hamburg und Lund-Kopenhagen sind unter den Ersten, die im großem Maßstab eine starke transnationale Forschungszusammenarbeit entwickeln - nicht zuletzt aufgrund der kurzen Reisezeit von 2½ Stunden zwischen den Städten nach Eröffnung der Festen Fehmarnbeltquerung. Aber auch, weil Konferenzen und praktische Forschung und Wissensteilung überVirtual Realityund Hologramm-Besprechungen durchgeführt werden können. Große Fortschritte werden aufgrund dieser Kooperationen in der technischen und Materialforschung, sowie in der  Medizinal-  und Gesundheitsforschung gemacht.

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Touristen in der Zukunft
Martin Bender, Vorsitzender der Touristikorganisation  VisitSydsjælland-Møn, hatte seine eigene Vision davon, wie der Tourismus in der Fehmarnbeltregion im Jahre 2028 aussehen würde: Wir haben uns vomHighTechzumHighTouchbewegt. In einer zunehmend digitalen Welt sind Berührung, Duft und Geschmack geschätzte Sinnesempfindungen. Dafür sind die Bedingungen für den Tourismus auf Süd-Sjælland und den Inseln Lolland und Falster gegeben. Architekten und Ingenieure haben hart daran gearbeitet, um Konzepte für den Bau intelligenter Hotels und Sommerhäuser zu entwickeln, die sich zudem an die natürlichen Küstenlinien anpassen, ohne die einzigartige Natur zu stören. Das hat viele deutsche Touristen angezogen, aber auch viele Touristen aus dem Fernen Osten, vor allem aus China. Darüber hinaus sind die Temperaturen aufgrund des Klimawandels um ein paar Grad Celsius gestiegen. Deshalb sind Lolland und Falster mittlerweile eine anerkannte Weinbauregion mit neu angelegten und modernen Weinbaugebieten. Gemeinsam mit der Bewegung lokaler Bio-Produzenten sind die Inseln für die junge "Foodie"-Generation ein großer Hit.

Tunneleröffnung 2026
Der STRING-Vorsitzende Steen Bach Nielsen hatte sehr hohe Ambitionen für den Korridor von Südskandinavien bis nach Norddeutschland - und überraschte die Zuhörer mit seiner Vision für das Jahr 2028: Wir haben den Tunnel zwei Jahre früher erhatten letztenmdlich zwei Jahre frn zum HighTouch bewegt. or28 zu unternehmen und von dort auf die Entwicklung seit 2017 zu werföffnen können! Die Beltretter, der NABU und andere Umweltorganisationen hatten letztendlich ihren dänischen Kollegen zugehört und eingesehen, dass das Projekt tatsächlich dem Umweltschutz dienen kann.

Deshalb haben sie sich dafür entschieden, die Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss vor dem  Bundesverwaltungsgericht zurückzuziehen. Die Folge: Der Tunnel konnte bereits im Jahr 2026 zugunsten der Bürger und Unternehmen auf beiden Seiten des Fehmarnbelts eröffnet werden.

 

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