Zusammenkunft von EU- und regionalen Politikern: Die Feste Fehmarnbeltquerung hat oberste Priorität für Europa
26-09-2017Infrastructure
Im EU-Parlament in Brüssel haben heute Politiker aus Schweden, Dänemark und Deutschland gemeinsam mit EU-Parlamentarikern eine deutliche und positive Erklärung zur Festen Fehmarnbeltquerung veröffentlicht.

Durch die Beseitigung eines grossen europäischen Transportengpasses wird die Fehmarnbeltquerung die Mobilität und Transportkapazität für den Güter- und Personenverkehr im Korridor von Norddeutschland nach Süd-Skandinavien erheblich verbessern.

Die STRING-Politiker, die die Regionen in Deutschland, Dänemark und Schweden vertreten, sind sich darüber einig, dass der Tunnel nachhaltiges Wachstum und innovative Investitionen im Korridor zwischen Norddeutschland, dem östlichen Dänemark und Südschweden befördern wird.

Auf einer Konferenz in Brüssel haben sie heute mit nationalen EU-Parlamentariern eine gemeinsame politische Erklärung unterzeichnet.

In der Erklärung wird betont, dass die Fehmarnbeltquerung ein wichtiger Bestandteil des skandinavischen und mediterranen Transportkorridors und damit entscheidend für das Erreichen der Wachstumsziele und der Schaffung eines nachhaltigen Transportsektors in der EU ist.

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Von links:  MdEP Jeppe Kofod, MdEP Knut Fleckenstein und der STRING-Vorsitzende Steen Bach Nielsen bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung zur Bedeutung der festen Fehmarnbeltquerung im EU-Parlament am 26. September 2017. (Foto : EU-Parlament)

 

CO2-Senkung und EU-Finanzierung

Der STRING-Vorsitzende Steen Bach Nielsen war darüber erfreut, dass das STRING Politische Forum sowie die Mitglieder des Europäischen Parlaments Knut Fleckenstein (S & D), Jens Nilsson (S & D), Gesine Meissner (ALDE) und Jeppe Kofod (S & D) heute mit über 100 interessierten Teilnehmern im Europäischen Parlament zusammengetroffen sind.

" Wir haben heute dem EU-Parlament, der Europäischen Kommission und den Mitgliedsstaaten ein starkes Signal zur Bedeutung der Festen Fehmarnbeltquerung gesendet", so Steen Bach Nielsen.

"Dieses historisch große Infrastrukturprojekt wird das Wachstum steigern, Arbeitsplätze schaffen, CO2-Emissionen reduzieren und einen Engpass im TEN-T-Korridor beseitigen. Gemeinsam werden wir alles dafür tun, damit dieser Prozess so reibungslos und schnell wie möglich ablaufen kann", sagte Steen Bach Nielsen.

Jeppe Kofoed, MdEP (S&D) stimmte dem zu:

"Heute wurden wir noch einmal an die enormen Vorteile dieses Infrastrukturprojekts für die Bürgerinnen und Bürger, für Unternehmen, Arbeitsuchende, für die Umwelt und für das Wachstum im Allgemeinen auf beiden Seiten des Tunnels erinnert. In Brüssel beginnen wir die Arbeit für nächsten mehrjährigen Finanzrahmen. Ich werde mich der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten gegenüber dafür einsetzen, dass Zuschüsse für grenzüberschreitende Infrastrukturprojekte weiterhin ein vorrangiger Bestandteil des künftigen EU-Haushalts sein sollten", so Jeppe Kofoed.

Verbesserte Mobilität, von der die Menschen profitieren, ist auch für Gesine Meissner, MdEP (ALDE), von grosser Bedeutung:

"Das europäische Verkehrsnetz ist für die Verwirklichung der grenzüberschreitenden Mobilität für Güter und Menschen von entscheidender Bedeutung. Der Fehmarnbelt-Tunnel ist da keine Ausnahme. Dieser ist genauso wichtig wie der Brenner Basis-Tunnel. Wieso also wird der eine  Tunnel gelobt, während der andere von Umweltaktivisten stark kritisiert wird? Dieser Tunnel wird die CO2-Emissionen verringern.  Die Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein, in Hamburg sowie in den dänischen und schwedischen Regionen sind erfreut über neue Optionen bei der Suche nach einem Job oder einem Urlaubsort, wobei die Reisezeit deutlich verkürzt wird."

Knut Fleckenstein, MdEP (S & D), unterstrich die Wichtigkeit politischen Druck auszuüben, um die EU-Finanzierung für Infrastrukturprojekte wie die Fehmarnbeltquerung zu sichern:

"Nationale grenzüberschreitende Verkehrsplanung ist von großer Bedeutung. Sie schafft Arbeitsplätze, Wachstum und verbessert die Umwelt. Es herrscht kein Zweifel darüber, dass die kommenden EU-Budgetverhandlungen schwierig werden. Es ist daher äußerst wichtig, dass wir unseren nationalen Regierungen und der Europäischen Kommission sagen - und uns selbst immer wieder daran erinnern -, dass weiterhin EU-Mittel für Projekte wie den Fehmarnbelt-Tunnel bereitgestellt werden sollten", so Fleckenstein.

Der europäische Koordinator für den TEN-T Scandinavian-Mediterranean Corridor, Pat Cox, glaubt, dass die Feste Fehmarnbeltquerung Europa als Ganzes zugute kommen wird:

"Der Fehmarnbelt-Tunnel wird einen großen Einfluss auf die Verkehrsströme zwischen Skandinavien und Mitteleuropa haben. Die Querung hat eine hohe Priorität für die EU und wird nicht nur zu Wirtschaftswachstum und zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen, was natürlich wichtig ist, sondern auch zum Ziel der EU, schädliche Emissionen zu reduzieren.Denn die Querung verbessert die Wettbewerbsfähigkeit des Schienverkehrs gegenüber dem Straßen- und dem Lufttransport von Gütern und Menschen ", so Pat Cox.

Jeder kann seine Unterstützung bekunden, indem er ein Freund der Friends of Fehmarnbeltauf der Homepage www.friendsoffehmarnbelt.org wird.

 

Pressekontakt:

Für weitere Informationen und Kommentare kontaktieren sie bitte:

Für STRING:Jacob Vestergaard

Mail: jves@stringnetwork.org, Tel.: +45 2082 3459

 

Jeppe Kofod
Mail: jeppe.kofod@europarl.europa.eu, Tel.:+32 (0) 2 28 45463

 

Gesine Meisner
Mail: gesine.meissner@europarl.europa.eu, Tel.: +32 (0) 2 28 45578

Knut Fleckenstein
Mail: knut.fleckenstein@europarl.europa.eu, Tel.: +32 (0) 2 28 45548

Für  Mr. Pat Cox
Martin Zeitler, Europa-Kommission, Generaldirektorat Mobilität und Transport, Mail: martin.zeitler@ec.europa.eu, Tel.:  +32 2 296 62 71

 

FAKTA:

 

Die gemeinsame Erklärung finden sie hier:

www.stringcorridor.eu/media/186036/political_declaration_string_eu.pdf

 

Die gemeinsam signierte Erklärung ergeht an die:

 

- Verkehrsminister in Schweden, Dänemark und Deutschland

 

- Mitglieder der Verkehrsausschüsse der nationalen Parlamente imn Schweden, Dänemark und Deutschland

 

- Mitglieder der EU-Parlamentes

 

- EU-Kommissare für Transport, Beschäftigung, Soziales, Ausbildung und Arbeitskraft, Mobilität, Binnenmarkt, Industrie, Unternehmen und Kleine und Mittlere Unternehmen, Regionale Landwirtschaftspolitik und Entwicklung von Landdistrikten, Beschäftigungsentwicklung, Investitionen und Wettbewerb, sowie dem Kommissionsvorsitzenden.

 

Die Friends of Fehmarnbelt-Veranstaltung fand heute im EU-Parlament statt.

Die Konferenz wurde von STRING in Kooperation mit den EU-Büros der STRING-Mitglieder organisiert