Weiterhin grosse Unterstützung für die Feste Fehmarnbeltquerung
21-06-2017Infrastructure
Sowohl in Skåne, Schleswig-Holstein und in Hamburg gibt es eine stabile Unterstützung für die Feste Fehmarnbeltquerung. So das Ergebnis einer Umfrage, die von YouGov für STRING im Mai 2017 durchgeführt wurde.

Verglichen mit einer entspechenden Umfrage im Herbst 2016 zeigen sich nur marginale Unterschiede im Gesamtbild der aktuellen Meinungsumfrage:

Auf Sjælland und Lolland-Falster sind 54 % der Befragten für die Querung, 8 % dagegen (minus 3 %) und 28 % neutral.

In Skåne stehen 50 % der Querung positiv gegenüber (plus 2 %), 2 % sind negativ eingestellt und 19% (minus1 %) haben keine Stellung bezogen.

In Norddeutschland (Hamburg und Schleswig-Holstein) sind 35 % positiv (plus 1%) 13 % negativ (minus 1 %) und 43 % neutral.

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Alle prozentuale Änderungen liegen innerhalb der statistischen Unsicherheit im Rahmen der Umfrage und können nicht als Tendenz verstanden werden.

Unter den Befragten herrscht ein verbreitetes Interesse, das Projekt mitzuverfolgen: In Dänemark sagen 57 %, dass sie mehr oder weniger am Projekt interessiert sind. In Schweden sind es 56 % , während 61 % der befragten Deutschen ihr Interesse bekunden.

Die Haltung zum Projekt Fehmarnbeltquerung hängt sehr von der Informiertheit der Befagten ab: Je mehr die Befragten sich informiert fühlen, desto grösser ist der Anteil der Befürworter. Unter denen, die das Projekt kennen, sind 61 % auf Sjælland positiv, 72 % in Skåne und 43 % in Norddeutschland.

Die Erörterungsphase im Rahmen der Planfeststellung ist in eine entscheidende Phase gelangt, weshalb im kommenden Monat eine stärkere Debatte in den Medien zu erwarten ist.

Deshalb ist es interessant, den Blick besonders auf die deutschen Verhältnisse zu werfen:

46 % der befragten Männer in Deutschland stehen der Querung positiv gegenüber, während das nur für 26 % der Frauen der Fall ist. Je besser das Bildungsniveau und je höher das Einkommen der Befragten ist, desto positiver ist deren Haltung dem Projekt gegenüber.

Die Bedeutung der Querung für den Tourismus war bisher ebenfalls ein wichtiges Diskussionsthema in Deutschland. 54 % der Befragten meinen, dass die Feste Querung für den Tourismus förderlich ist.

Im Ganzen gesehen herrscht in allen drei Ländern ein klares Bild darüber, dass die Querung einen positiven Effekt auf die sozioökonomischen Verhältnisse, wie Handel, Transport, Wettbewerbsfähigkeit und der Schaffung von Arbeitsplätzen, haben wird.

Befragt über die individuellen Handlungsmuster nach Eröffnung der Festen Querung, sind es jedoch die wenigsten, die glauben, dass sie einen Job auf der jeweilig anderen Seite des Fehmarnbelts annehmen bzw. dass sie auf die jeweilige andere Seite umziehen würden. 30 % glauben jedoch, dass sie mehr Einkaufstouren vornehmen werden. 40 % meinen, dass sie zukünftig mehr oder öfter "zur anderen Seite" reisen werden.

Die Umfrage wurde vom Analyseinstitut YouGov im Zeitraum vom 18. Mai bis zum 30. Mai 2017 durchgeführt. Befragt wurden insgesamt 508 Personen im Alter von 18 + Jahren auf der Insel Seeland, 508 Personen in Skåne sowie 808 Personen in Hamburg und Schleswig-Holstein. Alle Interviews wurden online (CAWI) vorgenommen. Die Ergebnisse wurden im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung auf Basis einer Idealen aus Dänemark, Schweden und Deutschland abgewogen und sind somit repräsentativ für die Bevölkerung der Region.