Fehmarnbelt-Tunnel: Große Erwartungen an Wirtschaftswachstum und Schaffung von Arbeitsplätzen
24-05-2018Infrastructure
Die Erwartungen, dass die Fehmarnbelt-Querung Arbeitsplätze und Wachstum in der umliegenden Region schaffen wird, steigen weiter an. Eine Meinungsumfrage zur Haltung der Bürger zum Fehmarnbelt-Tunnel in den dänischen, deutschen, schwedischen und norwegische Regionen, die der festen Querung geografisch am nächsten sind, zeigt besonders große Hoffnungen auf positive Effekte in Dänemark und Deutschland - obwohl auch Schweden und Norwegen von der Querung profitieren dürften.

Nicht weniger als 60 Prozent der in der Umfrage befragten Dänen glauben, dass die feste Fehmarnbeltquerung der dänischen Wirtschaft zugute kommen wird. Daneben meinen 50 Prozent bzw. 51 Prozent zugleich, dass Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungswachstum gestärkt werden.

In allen befragten Regionen übertreffen die positiven die negativen Erwartungen: Mehr als die Hälfte der befragten Deutschen glaubt, dass der Fehmarnbelt-Tunnel den Volkswirtschaften in Dänemark (61 Prozent), Deutschland (53 Prozent) und Schweden (52 Prozent) zugute kommen wird. 42 Prozent denken, dass die Querung auch in Norwegen wirtschaftliches Wachstum schaffen kann.

In Schweden und Norwegen liegen die Zahlen etwas niedriger, obwohl die positiven Erwartungen die negativen noch immer weit übertreffen - während 35 Prozent der Schweden darin einig sind, dass die feste Querung der schwedischen Wirtschaft zugute kommen wird, sind nur 10 Prozent uneinig. Die entsprechenden Zahlen für die Bürger in Norwegen sind 23 bzw. 10 Prozent.

 

Femern Survey _figurer _rev 1_2_3_deQuelle: You-Gov online (CAWI) Umfrage in Hamburg, Schleswig-Holstein in Deutschland, Seeland (inkl. Kopenhagen) in Dänemark, Region Skåne, Halland und Västra Götaland in Schweden, Østfold und Åkershus Fylker in Norwegen. Die Daten wurden im Zeitraum vom 23. April bis zum 1. Mai 2018 gesammelt. Die Befragten waren 18+ Jahre alt.

 

Optimismus beim Thema Handel

Ein Grund für den vorherrschenden Optimismus könnte sein, dass mit dem Fehmarnbelt-Tunnel ein Ansteigen des Handels in der Region erwartet wird. Zwei Drittel der Dänen in der Umfrage sind somit darin einig, dass die feste Querung den Handel zwischen Skandinavien und Deutschland anwachsen lässt; eine Erwartung, die überall in der Region vorherrschend ist  (Deutsche: 57 Prozent; Schweden: 57 Prozent; Norweger: 50 Prozent). Dies ist ein leichtes Plus im Vergleich mit der ersten Umfrage vor drei Jahren.

"Der Fehmarntunnel wird nicht nur die Mobilität in der Nähe des Tunnels, sondern auch den wirtschaftlichen Austausch zwischen Skandinavien und Deutschland verändern. Der wachsende Handel, sowohl innerhalb der Region, als auch mit den benachbarten Regionen, wird einer der Faktoren mit erheblichen Auswirkungen auf die Volkswirtschaften werden. Zugleich dient er als Motor für das Wirtschaftswachstum in ganz Nordeuropa", so STRING-Geschäftsführer Jacob Vestergaard.

 

Über die Umfrage:

Die Umfrage wurde in Hamburg, Schleswig-Holstein in Deutschland, Seeland, Halland und Västra Götaland in Schweden und Østfold und Akershus Fylker (Provinzen) in Norwegen durchgeführt. Die Daten wurden in der Zeit vom 23. April bis 1. Mai 2018 gesammelt. Die Befragten waren über 18 Jahre alt. Alle Interviews wurden online gesammelt (CAWI) und die Ergebnisse wurden gegen die Gesamtbevölkerung in Deutschland, Schweden, Dänemark und Norwegen abgewogen und sind als solche repräsentativ für die genannten Regionen.